was ich dennoch gesagt haben wollte, es ist nichts weiter geschehen. die leute gingen ein und aus. das haus steht und trotzt, selbstverständlich, den winden, stürmen, strömungen. immer wird geordnet, aufgeräumt und gesammelt, zugemüllt. immer gibt es überschneidungen von plänen und taten und taten und plänen und versäumnissen und neuen plänen. der alltag bleibt. versorgt wird, was sich deutlich meldet und was eher still steht, muß warten, einen winter lang und einen sommer und einen winter und einen sommer. zeit ist so, vergeht, verändert, bleibt sich gleich.

die kapitel mit „wir werden…“ lasse ich aus, ich mag nicht mehr jahre später über gute und ernst gemeinte absichten hören, aus denen nichts geworden ist, von denen nichts bleibt außer wieder dem gefühl, es nicht geschafft zu haben. es gibt viele solche pläne, manche, die einen tag reichen, manche, die ein leben reichen könnten. ich weiß ich schaffe nicht mehr als die pferde, und damit basta, ein bisschen heizen, ein bisschen büro, ein bisschen menschen und tiere, aber nicht mehr, und das bisschen nie zur zufriedenheit aller und mir selbst.

aber es ist gut so, denn das, was das haus durchströmt ist gut, bringt ernte, lebendigkeit, farbe, und immer gerade so viel geld, dass wir nicht hungern, dass wir unsere schulden sehr langsam abstottern, dass wir ein bisschen bauen können und all die rechnungen bezahlen, die einfach so jedes jahr wieder kommen. das haus ist groß, so groß, dass einem schon angst und bange sein könnte, aber man gewöhnt sich, man schafft eben, was man schafft. und hoffentlich noch lange. denn immer noch sehe ich das haus als arche, als ort, an dem mensch und tier eines tages, oder jeder zu seiner zeit, sicherheit, sinn, nahrung und wärme finden wird.

ok, das ist nicht wirklich ein rundbrief, nicht wirklich ein gruß, aber wirklich eine notiz aus dem friedrichshof, das immer noch seine aufgabe sucht, das immer noch in bewegungen aufeinander zu und voneinander weg netze spinnt aus vergangenheit und zukunft, um den zeitweilig bleibenden eine matte zu sein. wer da spinnt?


(ich bin’s, line, aber ich weiß nicht, warum ich so geschwollen daherkomme und wieder denke, für alle und alles sprechen zu müssen, ich bin verwalterin, im dienst irgendeiner sache, nichts weiter. wessen sache? eurer sache, weil ihr die post bekommt? warum? kann man so reden? kann ich? ich- line)


also, im ernst. der sommer war sehr groß…, könnte man sagen. die erste sommerakademie hat viel gebracht, und zwar die fertigstellung mehrerer baustellen im vorfeld, eine sehr schöne athmosphäre währenddessen, und einen optimistischen nachklang: weitermachen, weitermachen, weitermachen!
das tun wir dann jetzt also… line, januar 2010


ich lege bei: die dvd mit dem film zur sommerakademie 2009, außerdem stehen gästezimmer, bäder, küche und saal fast jederzeit der selbstorganisierten nutzung zur verfügung. und wir haben wieder jede menge leckeren apfelsaft!