|
|

|
Aktive Medienarbeit mit Menschen mit Behinderungen
Die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen auf dem Lande und in der Stadt sind Thema eins landesweiten Filmprojektes, welches vom Verein Friedrichshof 13. e.V., Verein für Land - Kultur - Kunst - Arbeit in Zusammenarbeit mit http://seefilm.de ins Leben gerufen wurde. In Kooperation mit den Diakoniewerkstätten Neubrandenburg GmbH setzen sich Menschen mit Behinderungen in zwei (parallel arbeitenden und regional unterschiedlichen) Gruppen mit dem gesellschaftlich und vor allem für sie selber relevanten Thema auseinander. Ziel dieses Projektes ist neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt die Förderung von Medienkompetenzen bei diesen besonderen Menschen.
|
|
Wir freuen uns: unser gemeinsames Projekt "Film Ab - aktive Medienarbeit von Menschen mit Behinderungen Leben auf dem Lande und Leben in der Stadt" hat bei der diesjährigen Verleihung des Medienkompetenzpreises für Mecklenburg Vorpommern den ersten Platz erhalten. Der Medienkompetenzpreis wird seit 5 Jahren durch die Medienanstalt MV (vorher Landesrundfunkzentrale) an herausragende medienpädagogische Projekte des Landes verliehen.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten herzlich für die Unterstützung in allen Phasen des Projektes zu bedanken, denn ohne diese Unterstützung hätte das Projekt nicht durchgeführt werden können.
Ostseezeitung/MANTEL/KUL vom 17.04.2010 Medienpreis für Filmprojekt über Behinderte Ronny Polzin (28) hat mit dem Verein Friedrichshof e.V. den ersten Platz beim Medienkompetenzpreis 2010 gewonnen.
Der Medienkompetenzpreis von MV ging gestern beim siebten Rostocker „Festival im StadtHafen“ (FiSH) an den Verein „Friedrichshof 13“. Sie lieben, sie haben Lust auf das Leben, sie machen ihre Arbeit mit großer Freude — trotz ihres Handicaps. In ihrem Dokumentarfilm „Film ab — Leben auf dem Lande, Leben in der Stadt“ berichten die Projektteilnehmer des Vereins „Friedrichshof 13“ darüber, dass sie — trotz Behinderung — ihren Alltag nicht anders gestalten als andere. Ganz im Gegenteil: „Wir haben es einfach drauf“, erklärt Projektteilnehmer Ronny Polzin im Film. Und auch das sei das Besondere an der Dokumentation, erklärte Stefan Horn, Jurymitglied für den Medienkompetenzpreis MV (MeKoPreis), gestern im Rostocker Theater im Stadthafen: „Die Macher haben nicht nur selber ganz entscheidend Hand angelegt bei der Produktion, sondern sich und ihre Lage zum zentralen Thema des Films gemacht.“ Deswegen ging der erste Preis in der Kategorie Medienkompetenz auch an das Projekt „Film ab“. Mit der Verleihung des MeKoPreises ist gestern das siebte „Festival im StadtHafen“ (FiSH) in Rostock eröffnet worden. Der Preis ist seit fünf Jahren Vorspiel zum Filmfest in der Hansestadt. Die Landesrundfunkzentrale und das Schweriner Kultusministerium würdigen damit innovative, nachhaltige und integrative Projekte der Medienpädagogik. 33 Einsendungen gingen in diesem Jahr für den Wettbewerb ein. Die besten sechs wurden in Ausschnitten und Kurzinterviews im Theater vorgestellt — von den jungen Machern persönlich. Auf Rang zwei landeten die Schüler der Stralsunder Adolph-Diesterweg-Schule mit ihrer Arbeit „Lebensläufe“, für die sie Strafgefangene besuchten. Den dritten Platz belegten „Die kleinen Warnow-Reporter“ aus Papendorf, die Radio-Interviews zusammenstellten. Auch in der Kategorie Schule wurde 2010 der MeKoPreis verliehen. Sieger war das Projekt „Die Deutsche Revolution 1989 — Was war? Was ist? Was bleibt?“, eine Initiative von sieben Schulen zwischen Ribnitz-Damgarten und Bützow. Die Schüler haben sich mit den Monaten vor dem Mauerfall beschäftigt — eine Zeit, in der sie selbst noch nicht einmal auf der Welt waren. Weil sich die siebenköpfige Jury nicht einigen konnte, teilten sich Platz zwei die Grundschule Matzlow mit ihrem Trickfilmprojekt „Aufregung im Adlernest“ und die Warnowschule Rostock mit dem Film „Eine Reise nach Bernil“. Die Freude der Stralsunder Schüler war groß: Sie räumten mit einer Stimme Vorsprung auch den Publikumspreis ab. Doch die Vergabe des MeKoPreises leitete das Treffen der jungen Filmszene nur ein. Bis zum Sonntag treten die Regisseure der 30 besten Kurz-, Experimental- und Dokumentarfilme sowie Animationen im BundesWettbewerb „Junger Film“ an. Partnerland ist Litauen. In der Rubrik „Seh-Sterne“ werden Filme aus MV gezeigt. Spielorte sind die Bühne 602, das M.A.U und die MS Stubnitz. Internet: [www.fish-rostock.de] ANNEKATHRIN STAUB
weitere Informationen: [http://www.rostock-heute.de/medienkompetenzpreis-mv-2010/4246] [http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/kultur/index_artikel_komplett.phtml?SID=76ba7a66dc802cb7ec305d7125f7f544¶m=news&id=2746769] [http://www.fish-rostock.de/cms/de/preistr-ger-2010.html] http://ifnm.de/blog/?p=638-- Danke an Anja! www.seefilm.de
|
|
|
|
|
|
Die unterschiedliche Situation für Menschen mit Behinderungen auf dem Lande und in der Stadt einmal näher zu betrachten, ist ein Beweggrund für dieses Projekt. Im städtischen Raum wurden in den letzten Jahren viele Angebote für diese besonderen Menschen entwickelt und etabliert, die einen erheblichen Anteil an der perspektivischen Entwicklung von als benachteiligt geltenden Menschen beitragen. Menschen mit Behinderungen aus dem ländlichen Raum bleiben von dieser Entwicklung oft ausgeschlossen. Sie erleben in ihrem Alltag nicht die Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Angeboten, sondern die Auswahl das bestehende Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Welche Konsequenzen hat das für die Betreffenden? Wie sehen die persönlichen Bedürfnisse im Bereich der Arbeits-, Freizeit- und Lebensgestaltung aus? Was für Wünsche und Träume haben sie für die Zukunft? Und sind diese umsetzbar?
An dem Projekt nehmen Menschen mit Behinderungen aus dem ländlichen Raum (Friedland) und weitere TeilnehmerInnen aus dem städtischen Raum (Rostock) teil. Aus den im Projektverlauf entstehenden Ergebnisse wird in den Gruppen jeweils eine Filmidee entwickelt. Video eignet sich dabei hervorragend, die Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit zu erweitern. Eigene Themen können bearbeitet, dargestellt und in der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Genre und der Inhalt ist den Teilnehmenden freigestellt. Im weiteren Projektverlauf wird das Drehbuch mit professioneller Unterstützung umgesetzt. Die teilnehmenden Menschen werden in dieser Phase selber zu Schauspielern und zur Filmcrew. Am Ende des Projektes werden zwei Filme entstehen.
Gefördert und unterstützt wird das Projekt von der Landesrundfunkzentrale Mecklenburg Vorpommern, den Diakoniewerkstätten GmbH Neubrandenburg und von Aktion Mensch.
|
|
|
 |
 |
 |
|